01Einleitung
Der Termin steht seit zwei Wochen: acht Uhr, Bremsen vorne, dazu ein Blick auf die Hinterachse. Drei Stunden sind dafür eingeplant. Um 22:04 Uhr am Abend davor kommt eine Nachricht – als E-Mail, als Kurznachricht, auf der Mailbox, der Kanal spielt keine Rolle: „Schaffe es morgen leider doch nicht, sorry."
Das ist höflich. Das ist auch ehrlich gemeint. Und für den nächsten Morgen ändert es trotzdem nichts mehr.
Dieser Artikel soll niemanden anklagen. Das Leben kommt dazwischen, Kinder werden krank, Termine verschieben sich, manchmal springt das Auto schlicht nicht an. Uns geht es um etwas anderes: um das, was die meisten Menschen über einen Werkstatttermin gar nicht wissen können, weil sie es von außen nicht sehen.

